Geschichte

Jetten Shipyard wurde 1997 von Sander und Marcel Jetten.

In der knapp 25 m² großen Werkstatt gegründet. Ziel war es, als Subunternehmen die gesamte technische Fertigstellung von Motorjachten für andere Werften zu übernehmen.

Nach knapp zwei Jahren war Jetten Shipyard in diesem Segment bereits niederländischer Marktführer. Durch ihre zunehmende Komplexität und die (1995 eingeführte) CE-Gesetzgebung gewannen technische Anlagen beim Bau einer Motorjacht immer mehr an Bedeutung. Dank der innovativen Arbeitsweise war Jetten Shipyard als eines von wenigen Unternehmen in der Lage, die Anforderungen der neuen Rechtsvorschriften zu erfüllen. Die Jetten-Brüder betrachteten die Einführung dieser Gesetzgebung als Marktlücke, die sie äußerst erfolgreich zu nutzen verstanden.

Im Jahr 1998 erhielt Jetten Shipyard von einer Werft den Auftrag für den kompletten Bau einer Serie exklusiver Motorjachten, von denen dann insgesamt fünf vom Stapel gelaufen sind.

1999 bezog Jetten Shipyard den neu gebauten Firmensitz am Hendrik Bulthuisweg 6 und war damit eines der ersten Unternehmen auf diesem wassersportgebundenen Gewerbegelände. Dieser neue Standort bot Jetten unter anderem die Möglichkeit, Motorjachten auf überdachtem Gelände im Wasser fertigzustellen.

Im Jahr 2000 wurde parallel zu den Installationsarbeiten eine eigene Motorjachtlinie in der Klasse von 8 bis 12 Metern Länge auf den Markt gebracht. Diese robusten Stahljachten mit traditionellem Design und optimalen Fahreigenschaften wurden mit den herausragenden Anlagen aus der Subunternehmer-Abteilung ausgestattet. Anlass für die Einführung dieser Modelllinie waren der Wunsch zu expandieren und die Möglichkeiten, die Jetten Shipyard sah, um die Jachten insgesamt hochwertiger und sicherer zu machen.

Ausgangspunkt hierbei war, auch andere Produktionsmittel und Methoden anzuwenden, wie unter anderem die Modulbauweise. Die goldene Formel hierbei lautete, nicht alles selbst tun zu wollen, sondern die Zusammenarbeit mit Spezialisten der verschiedenen Disziplinen zu suchen. Jetten Shipyard war hierbei bahnbrechend, innovativ und gleichzeitig ein Pionier im Bereich des Baus kleiner Stahljachten.

Dank dieser innovativen Bauweise konnte Jetten Shipyard nicht nur effizient, sondern auch schnell und qualitativ hochwertig bauen. Bestätigt wird das durch den heutigen Markt, auf dem diese Motorjachten noch immer sehr gefragt sind. Zudem wissen wir, dass die meisten dieser Jachten noch immer im Besitz der Ersteigner sind.

Im Jahr 2002 wurde das benachbarte Grundstück gekauft, wodurch sich die Werftfläche verdoppelt hat und mehr Platz für Büroräume und Lagerflächen zur Verfügung steht. Außerdem war es von da an möglich, durch die Anschaffung eines neuen Bootsliftes die Jachten selbst ins Wasser zu lassen.

2006 wurde mit der Bommelaer die Produktion einer seetüchtigen High-end-Motorjacht mit traditionellem Design und Styling aufgenommen. Diese Jacht, die bereits jetzt Kultstatus genießt, hat eine authentische Ausstrahlung und wurde mit einem Augenzwinkern zur Berufschifffahrt entwickelt. Dementsprechend schnell wurde sie nach ihrer Einführung zum Verkaufsschlager. Heute, im Jahr 2015, gelten die Marke Bommelaer und ihre Qualität als Statement.

Im Jahr 2008 ist die Werft an den jetzigen Standort umgezogen, wodurch sich die Fläche vervierfacht hat und mehr Platz für weiteres Wachstum und den Bau größerer Motorjachten geschaffen wurde.

2009 hat Jetten Shipyard die Abteilung Custom Yachts eingerichtet. Einer der ersten Aufträge dieser Abteilung war eine namhafte italienische 22-Meter-Jacht. Die Ausführung erfolgte nach der gleichen Formel wie unsere erste Motorjachtserie in einem absoluten Rekordtempo von nur acht Monaten von der Kiellegung bis zur Probefahrt. Durch den innovativen Bauprozess und die modernen Techniken konnte dieser Bauzeitrekord für eine Jacht dieser Größe noch immer nicht eingestellt werden. Auch hier erwies sich die Zusammenarbeit mit Spezialisten der verschiedenen Disziplinen wieder als Schlüssel zum Erfolg, dieses Mal noch ergänzt durch eine straffe Lenkung und die Modulbauweise, wodurch die bereits hochwertige Qualität weiter verbessert werden konnte.

2010 wurde die erste Custom Yacht auf der Genua Boatshow in Italien präsentiert. Die Reaktionen waren sensationell und sorgten sofort für Folgeaufträge.

2011 wurde der Werftkomplex erneut mit drei Hallen erweitert. Dieser Schritt war notwendig, um mit dem Wachstum Schritt zu halten und Aufträge für größere Jachten annehmen zu können. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden auch fünf Bootshäuser, Garagen und ein größerer Bootslift gebaut.

2012 wurde die gesamte Motorjachtlinie überarbeitet und in der Klasse von 9-14 Metern unter dem Namen "Jetten" auf den Markt gebracht. Kennzeichnende Alleinstellungsmerkmale dieser Jetten-Jachten sind die Panoramaverglasung im straffen Design, die elegante Linienführung, der niedrige Kraftstoffverbrauch und die nahezu geräuschlosen Motoren. Durch das von der Custom-Serie ausgelöste Innovationsstreben in Kombination mit der hochwertigen Verarbeitung nach der Tradition der Bommelaer-Serie und die Erfahrungen mit der Modulbauweise ist die Jetten-Serie derzeit nachweislich ein führendes Produkt des niederländischen Stahljachtbaus. Dies bestätigt auch die Nominierung zum European Powerboat of the Year im Jahr 2013 und die erneute Auszeichnung als European Powerboat of the Year 2014 auf der größten europäischen Jachtmesse in Düsseldorf.

Das Jahr 2014 stand im Zeichen der Erneuerung unserer gesamten Modelllinie und der Entwicklung der 50 MPC als viertes Standbein. Die 50 MPC wurde sofort nach ihrer Vorstellung im September als Powerboat of the Year 2015 nominiert. Jetten Shipyard präsentiert auf der Boot Düsseldorf 2015 als Weltpremiere die 50 MPC-FLY, deren Erfolgsgeschichte sich schon jetzt abzeichnet.